Aufgaben/Pflichten (EBR)

Von R. Schulz, 14. Oktober 2015

“Erziehung ist Sache der Eltern, Bildung die der Lehrer/-innen.”

Die(-se) traditionelle Aufgabenteilung zwischen Familie und Schule ist längst überholt!

Eltern und Schule als Partner

Es ist vielfach belegt, dass Schulen umso besser und Schüler/-innen umso erfolgreicher sind, je mehr Eltern in das Schulleben eingebunden sind und je mehr sie sich um das schulische Lernen ihrer Kinder kümmern.

Daher sind heute sogenannte Bildung- und Erziehungspartnerschaften notwendig.

Was ist das?

Erziehung und Bildung sind eine gemeinsame Aufgabe von Familie und Schule. Je enger und vertrauensvoller die Zusammenarbeit von Elternhaus und Schule, desto besser ge­lingt das Schulleben und desto wohler werden sich alle Beteiligten fühlen.

Wie kann der Elternbeirat mitwirken?

Aufgaben und Pflichten eines Elternbeirates

Der Elternbeirat ist die Vertretung der Erziehungsberechtigten aller Schülerinnen und Schüler einer Schule. Er wirkt mit in Angelegenheiten, die für die Schule von allgemeiner Bedeutung sind. In diesem Rahmen nimmt der Elternbeirat an Stelle der Erziehungsbe­rechtigten ihr Recht auf Information, Anhörung, Beratung und Mitwirkung bzw. Mitbestimmung wahr (BayEUG, Art. 64-67 sowie VSO, §§ 18-21; sie­he unten).

Was wollen wir erreichen?

Grundlagen und Ziele unserer Elternarbeit

Wir setzen uns für eine Intensivierung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen uns, den Eltern, unseren Lehrerinnen und Lehrern und unseren Kindern, den Schülerinnen und Schülern unserer Schule ein.

Ziel ist es, unsere Schule aktiv und bewusst mitzugestal­ten und so an der Entwicklung von Rahmenbedingungen mitzuwirken.

Wie wollen wir das umsetzen?

Grundlage für unsere Arbeit ist ein enger und reger Kontakt bzw. Austausch zwischen El­tern, Lehrkräften und Schülern.

Je ausgeprägter unsere Kommunikation mitein-ander, de­sto besser und breiter ist die Basis unserer gemeinsamen Arbeit.

Tätigkeitsfelder

Die Tätigkeiten des Elternbeirates lassen sich in Anlehnung an das Bayerischen Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen (BayEUG, Art. 64-67) und der Schulordnung für Volksschulen in Bayern (VSO, §§ 18-21) folgendermaßen untergliedern:

1. Zustimmungspflichtiger Bereich

Hierunter fallen v.a. Entscheidungen bzw. Anordnungen der Schulleitung oder Lehrerkon­ferenz, die zu ihrem Vollzug einer Zustimmung des Elternbeirates bedürfen.

Beispiele:
  • Festlegung beweglicher unterrichtsfreier Tage
  • Einführung neuer (nicht lernmittelfreier) Lernmittel
  • Abhaltung zusätzlicher Klassenelternversammlungen
  • Durchführung mehrtägiger Schul-/Klassenfahrten

2. Anhörungspflichtiger Bereich

Der Elternbeirat wird von der Schule in allen Angelegenheiten informiert, die für die Schule von allgemeiner Bedeutung sind. Hierunter fallen insbesondere grundlegende organisatori­sche Fragen, zu denen der Elternbeirat Wünsche, Anregungen und Vorschläge äußern darf.

Beispiele:
  • Versorgung der Schule mit Lehrpersonal, Räumlichkeiten und Unterrichtsmaterialien
  • Beginn bzw. Ende von Unterrichtszeiten oder Pauseneinteilung
  • Einführung neuer Ausbildungsrichtungen
  • Schulische Veranstaltungen
  • Grundlegende Fragen zu Erziehung und Gesundheitspflege
  • Baumaßnahmen

3. Eigener Gestaltungsbereich

Der Elternbeirat verfügt über einen eigenen, frei wählbaren Gestaltungsbereich. Neben der Organisation und Mithilfe bei wiederkehrenden Aufgaben (z.B. Mithilfe und Koordination der Frühaufsicht, bei Schul­festen o.a. schulischen Großveranstaltungen) kann sich der Elternbeirat (in Kooperation mit der Schulleitung) zusätzlich mittels selbst gewählter Projekte am Schulleben beteiligen.

Beispiele aus den Schuljahren 2008 bis 2010:
  • Einführung eines wöchentlichen Milchtages
  • Einführung und Durchführung eines wöchentlichen Obsttages
  • Einführung von regelmäßigen Schulkino-Nachmittagen
  • Ausweitung der Elterninfomation durch regelmäßiger Elternbriefe und einer Elterninformationswand in der Aula
  • Einführung von Schülerbefragungen zur Optimierung des Schulumfeldes
  • Aufbau undKoordination und Mitfinanzierung einer Musiktheater-AG
  • Einführung und Koordination eines “Vater-Kind”-Projektes

Wir bitten Sie uns durch ihre Ideen, Anregungen und Wünsche bei unserer Arbeit für Sie zu unterstützen.

Scheuen Sie sich auch nicht kritische Anmerkungen zu machen! Sprechen Sie uns gerne persönlich an oder nehmen Sie e-mail-Kontakt mit uns auf.

Wir freuen uns auf Sie!

Egloffstein 2017

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